Wenn es heiß und trocken wird, blättert die Bemalung mittelalterlicher Altäre und Figuren still vor sich hin

Die Kirchliche Stiftung Kunst- und Kulturgut hilft nach den trockenen Sommern

2018 und 2019 bei der Sicherung und ermittelt Möglichkeiten zur Vorbeugung

Jahrhundertealte Altäre, Schnitzfiguren und Malereien reagieren sehr empfindlich auf wechselnde oder überhöhte Temperaturen. Auch zu hohe, zu niedrige oder zu rasch wechselnde Luftfeuchtigkeit richtet Schaden an. Die beiden trockenen Sommer 2018 und 2019 haben teilweise verheerend gewirkt. Schäden an den Orgeln hört man, die Instrumente können quieken – gotische Altäre dagegen blättern still vor sich hin, wenn man sich ihrer nicht annimmt. Viele Notsicherungen aber auch verantwortungsvolle Überlegungen zum weiteren Umgang mit diesen Schäden sind nötig. Zu den wichtigen vorbeugenden Pflegemaßnahmen gehört eine gezielte Regulierung des jeweiligen Raumklimas. Doch gleicht kein Raum dem anderen…

Die Kirchliche Stiftung Kunst- und Kulturgut unterstützt die Gemeinden und nimmt sich dieser Probleme an. In der Landeskirche wurde schon 2018 eine Kollekte gesammelt, die von der Stiftung auch für Notsicherungen und Konservierungen verwendet werden kann. 2019 und 2020 werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Diagnostik und Konservierung in Sachsen und Sachsen-Anhalt (IDK) sowie dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Halle in einer Reihe von Kirchenräumen mit wertvoller Ausstattung Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Jahreslauf aufgezeichnet. Die Daten werden regelmäßig ausgewertet und bewertet. Im Ergebnis können die Kirchengemeinden sehr gezielt darüber beraten werden, wie sie nach den Sicherungsarbeiten mit Lüftungs- und Wartungsarbeiten künftig Schäden am Kulturerbe soweit wie möglich vorbeugen können.